Eines Tages fing meine Mutter an über den Zweiten Weltkrieg zu sprechen, wie sie es gerne tut. Sie redete weiter über die Zerstörung, unter der Polen gelitten hat. Und darüber, dass Polen keine finanzielle Hilfe von den Alliierten bekommen hat, die Millionen investierten, um Westeuropa wieder aufzubauen.

Ich sagte zu ihr: Kannst du versuchen, diese Dinge zu sagen, ohne dich aufzuregen? Sie sagte „Nein“. Sie hat nicht während des Zweiten Weltkriegs gelebt, aber ihre Eltern.

Ein Krieg ist nie nur während seiner Dauer ein Problem. Er bleibt in den Herzen der Menschen über Generationen hinweg. Viele Menschen haben Ressentiments gegen Menschen einer bestimmten Nation. Deswegen habe ich mich entschieden, mich auf kleine Geschichten zu konzentrieren, die Nationen verbinden.

Deutschland und Polen waren eine lange Zeit lang Nachbarn. Ich halte beide Nationen für ähnlich: Beide mögen es, über Probleme zu diskutieren und Dinge zu intellektualisieren. Beide mögen es, zu reisen und für beide ist Arbeit ein großer Wert, auch wenn sie auf eine unterschiedliche Weise arbeiten.

Wir können es nicht vermeiden, dass weitere Kriege entstehen, aber was wir tun können, ist zu versuchen, gute Dinge von unseren Nachbarländern zu lernen, aufzupassen, was wir sagen, wenn wir über andere Nationen sprechen und – was am wichtigsten ist – die Freiheit und den Frieden zu schätzen wissen, die wir jetzt haben, denn nichts hält ewig.

Ich habe vor kurzem eine weise Äußerung gelesen: „Bete nicht für Frieden, bete für Frieden mit dir selbst.“ Vielleicht ist etwas daran.

Share This